Bücher lesen – Filme lesen

„Bücher lesen – Filme lesen“: Tagung des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V.

Filmadaptionen von Kinder- und Jugendromanen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und stellen einen bedeutenden Anteil der Filme, die jährlich für Kinder und Jugendliche ins Kino kommen. Wird die Adaption dem Buch dabei gerecht? Kann der Film neben dem Buch bestehen? Bietet er eine neue Sichtweise auf Bekanntes an – oder „klebt“ er an der Struktur der Vorlage? Und kann es dem Film gelingen, Interesse für die Buchvorlage zu wecken?

Mit diesen und anderen Fragestellungen befasst sich die Herbst-Tagung des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V., die vom 23. bis 25. November 2018 in Mülheim an der Ruhr stattfindet. Während der dreitägigen Tagung werden Expertinnen und Expertinnen insbesondere den  Prozess der „Verfilmung“ als Übersetzungsleistung und mögliche Wirkungsweisen filmischer Stilmittel in den Blick nehmen. Methodische Zugänge zeigen auf, wie mit Literaturadaptionen in der pädagogischen Praxis gearbeitet werden kann – und drei Workshops vertiefen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Adressatengruppen, wie auf kreative Art ein Brückenschlag zwischen Literatur und Film hergestellt werden kann. Kritische Thesen zur Dominanz der Literaturadaptionen ergänzen das Programm ebenso wie Begegnungen mit Filmschaffenden, die einen Einblick in ihre Arbeit geben und praktisch vor Augen führen, wie aus Wörtern Bilder werden. Christian Exner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF), wird zum Thema „Wo soll das enden? Nichts als Literaturverfilmungen im Kinderfilm! Adaptionen zwischen Markenorientierung, Nostalgie und echter Frische“ referieren.

Das Tagungsprogramm und Anmeldeformular sind online verfügbar.

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