Der Spätsommer-Tipp der TVN-Redaktion

Leidenschaftlich und zügellos wie wilde Präriepferde präsentieren sich fünf Protagonistinnen, die seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel Erol in einem kleinen Dorf an der türkischen Schwarzmeerküste leben. Immer wieder lassen sie ihrem Temperament freien Lauf, tollen mit den Schuljungen am Strand herum und sorgen damit im Ort für einen handfesten Skandal. Ihr Onkel ist über das Verhalten der Teenagerinnen entsetzt, da sie in seinen Augen die Ehre der Familie beschmutzen, und lässt nur wenig später sein Haus zu einem Gefängnis ausbauen.

Mit „Mustang“ leistet die türkische Regisseurin Deniz Gamze Ergüven einen eindrücklichen Beitrag zur nach wie vor hochaktuellen Diskussion um Frauenrechte und weibliche Unterdrückung. Die fünf Heldinnen bilden ein erfrischendes Gegengewicht zu einem patriarchalischen, konservativ geprägten Umfeld, in dem Familienmitglieder über das Leben junger Mädchen verfügen und ihren Freiheitsdrang mit allen Mitteln bändigen wollen. Dominierend ist der Blick der kleinen Lale, die anfangs eher als stille Beobachterin auftritt, mit der Zeit aber zu einer gewitzten Rebellin avanciert und damit die Hoffnung auf weibliche Selbstbestimmung symbolisiert.

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