Unser Filmtipp für's Frühjahr

Die 18-jährige Star kümmert sich wie eine Mutter um ihre beiden Halbgeschwister und muss sich dafür mit deren Redneck-Freund herumschlagen. Als sie auf einem Supermarkt-Parkplatz die bunt zusammen gewürfelte Gruppe einer Drückerkolonne sieht, ist sie sofort fasziniert. Vor allem Anführer Jake gefällt ihr. Star schließt sich spontan der Gruppe Jugendlicher an. Sie alle fliehen vor prekären und kaputten Verhältnissen. Auf den Autobahnen des Südens scheinen sie ein wildes und freies Leben zu führen, es wird gekifft, getrunken, gelacht und gesungen. Wäre da nicht die Sache mit dem Geld verdienen.

Nach „Red Road“, Wuthering Hights und Fish Tank, mit dem die britische Regisseurin international auf sich aufmerksam machte, wendet sich Andrea Arnold den USA zu. Ihr Blick auf die unendlichen Weiten der Südstaaten und den amerikanischen Traum ist dabei roh, unbestechlich und ernüchternd. Dabei ist „American Honey“ alles andere als ein trockenes Sozialdrama. Der Film ist ganz nah an den Gefühlen seiner Figuren dran, vor allem an der Protagonistin Star, die Arnold erst wenige Tage vor Drehbeginn von der Straße gecastet hat.

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