Alles bleibt anders

Preisträger in den Wettbewerben Deutscher Jugendvideopreis und Video der Generationen gekürt, Film weiterhin faszinierendes und grenzenlos kreatives Medium, "Ludwigsburg ist klasse!"

Im Rahmen einer glanzvollen Preisverleihung wurden am heutigen Sonntag die Preise an die Sieger und Platzierten der beiden Bundes-wettbewerbe Deutscher Jugendvideopreis und Video der Generatio-nen verliehen. Seit Freitag waren insgesamt 40 nominierte Filme im Studio 2 der Filmakademie Baden-Württemberg zu sehen gewesen, aus denen zwei Fachjurys die „Besten der Besten“ ermittelt hatten. Die etwa 500 Gäste und Zuschauer vergaben während dieser drei Tage außer-dem den begehrten Zuschauerpreis.

Fazit der Veranstalter: Der Film-Nachwuchs und die kreativen Senioren sorgen immer wieder für Überraschungen: für Mut in der Auswahl von Themen, Ernsthaftigkeit in deren Umsetzung sowie ein beeindruckend hohes Maß an technischem Können. Im Ergebnis entsteht durch die Filme, die sich beim Bundesfestival Video der Öffentlichkeit stellen, Ki-nounterhaltung und Medienkommunikation im besten Sinne.

Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des veranstaltenden Kinder- und Ju-gendfilmzentrums in Deutschland (KJF), resümiert: „Zwei wichtige Erfah-rungen haben wir auch in diesem Jahr wieder gemacht. Erstens ist das Medium Film vitaler wie kaum jemals zuvor – trotz oder gerade wegen der wachsenden Bedeutung von Online-Communities und sozialen Netzwerken. Film passt sich im Gegenteil wunderbar in diese virtuelle Medienlandschaft ein. Zum Zweiten gehen die Nachwuchsfilmer absolut selbstbewusst und mit einer herrlichen Unbekümmertheit mit ihren Pro-duktionen um. Das bedeutet nicht, dass sie sich keine Gedanken ma-chen würden, sondern vielmehr, dass die Filme, die dabei entstehen, sich keinen äußeren Normen unterordnen wollen. Alles ist eben auch in diesem Jahr bei den vielen Filmen, die eingereicht wurden, wieder an-ders geblieben.“

Hans-Peter Bergner, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigs-burg, hatten am Sonntagvormittag die Preise überreicht. Dabei betonten beide, dass das Bundesfestival Video zeige, dass im spielerischen Um-gang und dem Selbst-Tun ein Schlüssel zur Ausprägung der heute ge-forderten Medienkompetenz liege. Das Festival mit seinen beiden Wett-bewerben sei darüber hinaus Beispiel gebend für die Generationen ü-bergreifende Faszination des Films – darin lägen nicht zuletzt auch Chancen für ein soziales Wachsen des Gemeinwesens insgesamt.

40 Produktionen aller Genres und aus jeder Altersstufe hatten sich für das Finale qualifiziert. Christian Exner, wissenschaftlich-pädagogischer Mitar-beiter des KJF und Festivalleiter: „Große Gefühle, interessante Einsich-ten und erstaunliche Konzepte – all das macht die Faszination des Me-diums Film aus.

Und diese Faszination ist bei jungen und älteren Menschen ungebro-chen. Das hat die aktuelle Auflage des Bundesfestivals Video abermals bewiesen. ‚Ganz nebenbei‘ erwerben sie durch diese Arbeit auch andere Schlüsselqualifikationen, z. B. Teamfähigkeit, denn ein Film entsteht in der Regel in einer Gruppe.“

Als perfekter Austragungsort hatte sich in den letzten vier Jahren die Film- und Medienstadt Ludwigsburg und die hier ansässige Filmakademie Ba-den-Württemberg erwiesen. Alle Partner des Bundesfestivals Video – neben der Stadt und der Filmakademie auch die Pädagogische Hoch-schule Ludwigsburg, das Evangelische Medienhaus Stuttgart, das Lan-desmedienzentrum Baden-Württemberg sowie die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg – hatten mit viel Enthusiasmus und absolut zielorientiert an einem der wichtigsten jugendkulturellen Angebo-te in der Bundesrepublik zusammengearbeitet. Exner: „Ludwigsburg war ein Glücksfall für uns. Hier verbinden sich Medienpädagogik, Medien-wissenschaft und Filmausbildung in idealer Weise. Die Finalisten unse-rer Wettbewerbe hatten sich hier in den letzten Jahren wie zu Hause gefühlt. Unser herzlicher Dank geht an alle, die mitgeholfen haben, das Bundesfestival weiter zu stärken und den Filmemachern eine wunderba-re Präsentationsfläche für ihre spannenden Produktionen geboten ha-ben. Gleichzeitig freuen wir uns auf unseren neue gastgebende Stadt – Gera, die ja auf eine lange Tradition mit dem Kindermedienfestival ‚Gol-dener Spatz’ zurückblicken kann und zugleich neue Ansätze zur Stär-kung der Medienkompetenz etabliert.“

Die vollständige Liste der Preisträger – inkl. Jurybegründungen – anbei oder ab sofort unter:

www.jugendvideopreis.de und
www.video-der-generationen.de

zu finden. Der begehrte Publikumspreis ging in diesem Jahr an:
„Aschaffenburg von unten“
Filmemacher: JUKUZ Ferienreporter Aschaffenburg (Teilnehmer: 8 bis 11 Jahre, 7.40 Min. lang) Kurzbeschreibung siehe 3. Platz ‚Altersgruppe A‘ der Preisträgerliste 2010

Das Bundesfestival Video fand vom 11. bis 13. Juni 2010 in Ludwigsburg statt. Partner des Festivals waren: die Stadt Ludwigsburg, die Filmakademie Baden-Württemberg,
die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, das Evangelische Medienhaus, das Lan-desmedienzentrum sowie die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg.

www.kjf.de | www.jugendvideopreis.dew | www.video-der-generationen.de

Pressemitteilung als pdf

Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland
Christian Exner
Fon 02191.79 42 32
E-Mail: exner@kjf.de

Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Marko Junghänel
Fon 089.74 38 96 57
E-Mail: junghaenel@kjf.de

 

Zurück