Erst informieren, dann gucken!

Medienpädagogische Filmempfehlung bieten Eltern Orientierung.

Viele Eltern sind unsicher, wenn es um die Auswahl eines geeigneten Kinofilms oder einer DVD für ihre Kinder geht. Sie wünschen sich klare Orientierungsmöglichkeiten für ihren Erziehungsalltag. Dabei verstärken die stets wiederkehrenden Debatten um möglicherweise strittige Freigabeentscheidungen der FSK die vorhandene Unsicherheit vieler Eltern eher noch. Es stellt sich unmittelbar die Frage, wo sich Erziehungsverantwortliche bei der Medienauswahl für Kinder gut informieren und orientieren können.

„Bei vielen Eltern herrscht weiterhin Verwirrung über den Auftrag, Sinn und Zweck von FSK-Freigaben. Oftmals werden sie als besondere Empfehlung oder gar Gütesiegel missverstanden. Dabei gilt: Die FSK-Altersfreigaben sind keinesfalls mit medienpädagogischen Filmempfehlungen gleichzusetzen“ erläutert Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des Kinder- und Jugendfilmzentrums in Deutschland (KJF). Während die Entscheidungen der FSK-Prüfer in erster Linie sicherstellen sollen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung nicht beeinträchtigt werden, gibt die Altersempfehlung Aufschluss darüber, ab welchem Alter ein Film von Kindern verstanden werden kann, ab wann er an die Lebenswirklichkeit und Medienerfahrungen der Adressaten anknüpft und ihren Bedürfnissen in optimaler Weise Rechnung trägt.

„Es gibt viele medienpädagogische und filmkulturelle Fachstellen, die über anspruchsvolle Kinderfilme informieren und fein gefächerte Altersempfehlungen aussprechen. Auf unseren Internetportalen ist die Alterseinstufung von Filmen an eine Filmkritik gekoppelt, die Filmqualitäten ganz aus der Sicht junger Zuschauer beurteilt, “führt Christian Exner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des KJF und Redaktionsleiter bei Top-Videonews.de aus.

Das Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland , das im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend arbeitet, ist seit Jahrzehnten auf Kinder- und Jugendfilme spezialisiert und hilft bei der Auswahl geeigneter, altersgerechter und qualitätvoller Filme für Kindern und Jugendliche. Mit den Filmempfehlungsportalen Top-Videonews.de (für Jugendliche ab 12 Jahren) sowie Kinderfilmwelt.de (für 6- bis 12Jährige) bietet das KJF zwei Serviceangebote im Netz, die unabhängig und fachlich fundiert über das aktuelle Filmangebot im Kino und auf DVD berichten und dabei mit präzisen medienpädagogischen Altersempfehlungen, Eltern aber auch Kindern einen Richtwert an die Hand geben. Die Kriterien, die den Altersempfehlungen der Redaktionen zugrunde liegen, sind in der KJF-Expertise „Pädagogische Altersempfehlungen für Kinderfilme“ nachzulesen und über die Homepage des KJF (www.kjf.de) abrufbar.

„Wir sprechen hier bewusst von Richtwerten, denn kein Kind und kein Jugendlicher gleicht in seiner Entwicklung sowie seiner Mediensozialisation dem anderen“ erläutert Robert Herfurtner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des KJF und Redaktionsleiter von Kinderfilmwelt.de. „Letztendlich kennen die Eltern ihre Kindern am besten und sind daher die Experten für die Frage, welche Filme für ihre Kinder geeignet sind und welche nicht.“

Der beste Schutz davor, dass Kinder und Jugendliche buchstäblich im „falschen Film“ sitzen ist daher, wenn sich die Eltern ihrer Verantwortung bewusst sind und sich im Vorfeld so eingehend wie möglich über einen Film informieren.

 KJF/ Remscheid, Oktober 2011

Pressekontakt:

Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF)

Telefon: 02191 – 794 233
Küppelstein 34
42857 Remscheid
www.kjf.de
www.top-videonews.de
www.kinderfilmwelt.de

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