MedienConcret 2015 - Erzählwelten 3.0

Zwischen YouTube, Fanfiction und Multistory

KJF, Remscheid, November 2015

Erzählen ist die Grundlage der menschlichen Kommunikation. Denn erzählend vermitteln die Menschen ihre Themen, ihre Werte, ihre Identität und Realität. Ob Buch oder Film, Game oder YouTube-Kanal: Die medialen Möglichkeiten, um Geschichten zu transportieren, sind unendlich vielfältig geworden. Besonders Jugendliche bewegen sich mühelos in den virtuellen Erzählwelten, nutzen aber gleichzeitig die analogen Medien. Spannende neue Erzählformen sind hier entstanden die aktuelle MedienConcret stellt sie vor. Worin liegen die Chancen, aber auch Herausforderungen für die medienpädagogische Praxis? Und wie müssen Geschichten künftig erzählt werden, um den Mediengewohnheiten von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden?

Neue Kinder- und Jugendmedienwelten
Das Webvideo läuft, parallel dazu wird auf dem Second Screen gechattet und kommentiert: Mediennutzung ist besonders für Jüngere häufig ein Wechselspiel aus passiver Berieselung und aktiver Teilnahme. Zunehmend wollen sie ihre Unterhaltungsangebote mitgestalten, verändern oder auch parodieren. Freiraum für Schräges und Schrilles bietet dafür das Internet; jede und jeder kann hier zum Autor werden, ob auf Fanfiction-Portalen, auf Youtube oder mit Multimedia-Produktionen.

Neue  Medienformate: Alles ist möglich
Dabei verschwimmen in den digitalen Erzählwelten immer mehr die traditionellen Grenzen zwischen den einzelnen Medienformaten. Bücher und Software ergänzen einander, Filme basieren auf den Geschichten populärer Games, Computerspiele werden immer filmischer. Viele jugendaffine Games, Film- und Serienproduktionen brechen bewusst mit der traditionellen Erzählkultur. Dies gilt auch für den Regisseur Tom Tykwer: „Im filmischen Narrativ ist keine Regel verbindlich", erklärt er im Interview zu unkonventionellen Erzählstrukturen und Einflüssen der Digitalisierung.

Neue Praxis-Ideen für die Medienpädagogik
Digital Storytelling, interaktive Filmarbeit oder Zeitreise-App: Was gibt es an neuen (und alten) Ideen für die Praxis? MedienConcret zeigt die medienpädagogischen Potentiale, aber auch die Herausforderungen für die kulturelle Bildung. Und die vielfältigen neuen Optionen digitaler Erzählwelten 3.0 sind noch lange nicht ausgeschöpft. Es gilt zu experimentieren – auch zusammen mit Kindern und Jugendlichen.

Mber MedienConcret
Das Fachmagazin MedienConcret verbindet Theorie und Praxis und bietet Pädagogen, Eltern und Medieninteressierten ein lebendiges, praxisnahes und fachlich inspirierendes Forum der Medienpädagogik. Jede Ausgabe der seit Jahren etablierten Schriftenreihe beschäftigt sich in Hintergrundartikeln, Praxisberichten und einem umfangreichen Serviceteil mit einem jeweils aktuellen Thema aus dem Spektrum der Medien, die Kinder und Jugendliche nutzen. MedienConcret wird vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) und dem jfc Medienzentrum herausgegeben und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Das MedienConcret Themenheft „Erzählwelten 3.0“ kann bei den Herausgebern für 7,- Euro zzgl. Porto bestellt werden.

Herausgeber:

Deutsches Kinder-und Jugendfilmzentrum (KJF)
Küppelstein 34
42857 Remscheid
info@kjf.de

jfc Medienzentrum
Hansaring 84 –86
50670 Köln
info@jfc.info

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