Fachgespräch
Bei der Kinderkommission im Bundestag

Veröffentlicht am:  20. April 2026

„Für die Interessen von jungen Menschen einzustehen, ist eine Aufgabe, die nie endet.“ Ein Satz von KJF-Leiter Thomas Hartmann, der unsere Arbeit als KJF wirklich gut beschreibt. Und er macht deutlich, warum es wichtig ist, auch im politischen Raum dafür zu werben.

Thomas Hartmann war gemeinsam mit Margret Albers vom Förderverein Deutscher Kinderfilm und Elisabeth Wenk vom Goldenen Spatz am 15. April beim Fachgespräch der Kinderkommission des Deutschen Bundestags zu Gast. Das Thema: „Kinderfilm – Bedeutung, Förderung und Sichtbarkeit“.

Thomas Hartmann betonte unter anderem die Bedeutung, Kinderfilme flächendeckend sichtbar und nutzbar zu machen. Die über Jahrzehnte aufgebauten Strukturen der Medienbildung seien jedoch durch unzureichende und unsichere Finanzierung akut gefährdet, obwohl eine Stärkung eigentlich im Koalitionsvertrag vereinbart sei. Statt verlässlicher Förderung drohten sogar weitere Kürzungen.

Margret Albers hob die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Relevanz von Kinderfilmen hervor. Kinderfilme ermöglichten erste Kinoerfahrungen, gemeinschaftliches Erleben und förderten Medienkompetenz sowie kulturelle Teilhabe. Da Kinder und Jugendliche keine politische oder ökonomische Verhandlungsmacht hätten, trügen Politik und Gesellschaft eine besondere Verantwortung.

Und Elisabeth Wenk stellte das Kinderpublikum als zentralen Maßstab des Festivals „Goldener Spatz“ heraus, bei dem Kinderjurys Filme bewerten. Das Festival versteht sich als Vermittler zwischen Zielgruppe, Branche und Politik und schafft Räume für Austausch und Diskussion. Um Kinderfilm nachhaltig zu stärken, müsse neben der Produktion gezielt in Verbreitung, Vermittlung und Sichtbarkeit investiert werden.

Zur öffentlichen Liveübertragung (vom 15.04.2026) und zur Zusammenfassung des Gesprächs.

Foto: Kinderkommission im Bundestag

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Angela Rudzka, Truels Reichardt, Michael Hose, Elisabeth Wenk, Thomas Hartmann, Margret Albers, Nyke Slawik, Cansin Köktürk